Kühlraum eines Logistikzentrums in Italien
Starke Beschädigung der vorhandenen Betonplatte (Baujahr 2000) bedingt durch schlechte Betonqualität.
Abplatzungen der Betonoberfläche zum Teil bis 2cm tief, welche die starke Beeinträchtigung der Staplerverkehrs und somit des gesamten Lagerbetriebes zur Folge hatten.
Bohrkernentnahmen ergaben Druckfestigkeitswerte, die außerhalb jeglicher Toleranz lagen.
Die zu sanierende Betonfläche wurde durch aufwendig angebrachte Kühlraumpaneelen abgeschottet.
Nachdem Begrenzungsschnitte um die zu sanierende Fläche angelegt wurden, konnte die schadhafte Betonoberfläche 3cm tief abgefräst werden.
Im Anschluss wurden alle Untergrundfugen und Risse kraftschlüssig verschlossen. Als letzter Arbeitschritt folgte das Kugelstrahlen der Fläche, um gelockertes Gefüge zu entfernen.
Aufgrund der schlechten Haftzugwerte von weniger als 1,0 N/mm² musste der gesamte Bereich mit einem hocheindringfähigen Epoxydharz verfestigt und mit Quarzsand abgestreut werden. Die Arbeiten mussten 24 Stunden vor der
Einbringung des neuen Estrichs abgeschlossen sein, um eine ausreichende Erhärtung des Harzes, das die oberflächennahe Betonzone wirksam verfestigt hat zu gewährleisten.
Der überschüssige Quarzsand wurde vor Einbau des neuen Estrichs abgesaugt.
Nach eingehender Kontrolle des vorbereiteten Untergrundes und letzten Nacharbeiten konnte mit dem Einbau des neuen Belages unter Verwendung des bewährten, schnell härtenden Chemotechnikproduktes Rheorapid begonnen werden.
Einbau des hochbelastbaren Verbundestrichs auf Epoxydharzbrücke („frisch in frisch“).
Zur Verbesserung der Verschleißfestigkeit erfolgte die Einstreuung von Rheodur Hartstoffzuschlag (Schleifverschleiß nach DIN 52108 < 6cm³/50 cm²!).
Die gesamte Oberfläche wurde abschließend maschinell nachverdichtet, gescheibt und geglättet.
Nach Entfernung der Verdunstungsschutzfolie konnte die fertige Estrichoberfläche innerhalb von 4 Tagen wieder voll belastet werden!